Ausblick 2026

Neue Wirkstoffe gegen Alzheimer am Inselspital verfügbar

In der Schweiz stehen erstmals Wirkstoffe zur Verfügung, die direkt in den Krankheitsprozess der Alzheimer-Erkrankung eingreifen können. Die Universitäre Interdisziplinäre Memory Clinic am Inselspital Bern bietet diese neue Therapie für geeignete Patient:innen an. Das Medikament kann den Verlauf der Krankheit verlangsamen – insbesondere in frühen Krankheitsstadien.

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Lilia Stalder neue Abteilungsleiterin Pflege und Klinikleitungsmitglied 

Lilia Stalder ist seit 1. März 2026 neue Abteilungsleiterin Pflege der stationären Neurorehabilitation sowie der Psychosomatischen Medizin und Mitglied der Klinikleitung der Universitätsklinik für Neurologie. Lilia Stalder verfügt über eine langjährige, breite Berufserfahrung innerhalb des Inselspitals und ist bereichsübergreifend hervorragend vernetzt. Vor ihrer Tätigkeit im Pflegebereich Medizinbereich Neuro war sie unter anderem Fachexpertin Pflege und Teamleiterin in der Klinik für Viszeralchirurgie und Medizin sowie während fast zehn Jahren diplomierte Expertin Intensivpflege in der Klinik für Intensivmedizin

Reorganisation Ambulanz Neurozentrum 

Im Sommer 2025 startete ein Projekt zur Harmonisierung der ambulanten Prozesse in der Neurologie. Durch neu definierte Planungsschritte soll es künftig möglich sein, Termine mit einem Vorlauf von vier bis sechs Monaten verlässlich festzulegen. Eine strukturierte Handhabung von Personalabwesenheiten sorgt zudem dafür, dass der ambulante Betrieb stabil bleibt und keine Auswirkungen auf die stationäre Versorgung entstehen. Technologische Neuerungen unterstützen diesen Wandel: Während das Planungsteam von automatisierten Planungsprozessen im System «Epic» profitiert, können Patient:innen ausgewählte Termine künftig direkt über das Portal «myInsel» selbst buchen.

Neue OCT-Diagnostik im Ambulanten Neurozentrum der Universitätsklinik für Neurologie 

Das Ambulante Neurozentrum der Universitätsklinik für Neurologie erweitert sein Angebot um die optische Kohärenztomographie (OCT). Diese nicht-invasive rasch durchführbare Untersuchung ermöglicht eine hochauflösende Darstellung der Netzhaut und liefert entscheidende Daten bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen. Besonders relevant ist sie bei neuroimmunologischen, degenerativen und kopfschmerzbezogenen Fragestellungen. So hilft die OCT dabei, eine Sehnervbeteiligung bei Multipler Sklerose (MS) nachzuweisen oder zwischen MS, NMOSD und MOGAD zu differenzieren. Für Patient:innen bietet dies eine moderne, schonende Zusatzuntersuchung direkt vor Ort. Gleichzeitig unterstützt die OCT die behandelnden Teams durch eine präzisere Beurteilung sowie Verlaufskontrolle und stärkt so die spezialisierte neurologische Versorgung am Inselspital.

kosek-Anerkennung Swiss RND CNS

Das von der Universitätsklinik für Neurologie koordinierte Swiss Network for Rare Neurological Disorders of the Central Nervous System – Swiss RND CNS – ist neu kosek-anerkannt. Seltene Krankheitsgruppen erfordern besonders spezialisierte Strukturen. Die kosek (Nationale Koordination Seltene Krankheiten) verfolgt dafür einen Netzwerkansatz mit Referenzzentren, die Expertise bündeln und die Versorgung national harmonisieren. 

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TARDOC: Neue ambulante Tarifstruktur in der Neurologie am Inselspital

Mit der Einführung von TARDOC und den neuen Pauschalen am 1. Januar 2026 ist die ambulante Tarifstruktur neu geregelt. Für die Universitätsklinik für Neurologie bedeutet dies zwar eine administrative Umstellung, erlaubt jedoch eine bessere Berücksichtigung der universitären Spitzenmedizin und fördert die Zusammenarbeit innerhalb der Neurologie und des Medizinbereichs Neuro. Der tatsächliche Zeitaufwand für komplexe Abklärungen, Beratungen und Koordination wird nun präziser erfasst. Zudem ist erstmals die E-Mail-Kommunikation mit Patient:innen über eine eigene Tarifposition abrechenbar. Während sich die Abrechnungslogik ändert, bleibt die medizinische Versorgung gewohnt hochwertig und zentriert auf unsere Patient:innen.

Fortbildungskalender 2026

Die Universitätsklinik für Neurologie bietet auch im Jahr 2026 ein hochstehendes und ausgewogenes Fortbildungsprogramm für niedergelassene Neurolog:innen sowie Haus- und Spitalärzt:innen an. Alle Symposien sind im Fortbildungskalender aufgelistet.

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